Dirty Diaries – porn made by feminists

Porn – a hot and often maligned topic within the feminist debate where many understandably see it as offensive. However, twelve Swedish feminist directors, lead by producer Mia Engberg, have just released their versions of porn. Dirty Diaries are twelve shorts of “feminist porn” filmed only with mobile phone cameras, which aim to create an alternative way to show porn to the mainstream porn industry.

Dirty Diaries has received 350,000 Swedish crones (£29,800) from the Swedish Film Institute in funding. The films have also obtained a great deal of support from active feminists. Mia is an outspoken feminist herself, and the Dirty Diaries are accompanied with a feminist manifesto where the film-makers express their rage towards censorship and cultural clichés such as those where women who like sex are considered as crazy.

The producer, Mia Engberg, directed a lesbian porno called Selma & Sofie. However, she wanted to go a step further. One woman can’t make one film which represents every woman’s sexuality. Mia started off by doing a short film called Come Together, where she and some friends used a mobile phone cameras with which they used to film themselves when they were masturbating.

Come Together was shown on the Stockholm Film Festival’s homepage and got a lot of weird and mean comments. It was like if men who wrote the stuff on the website thought that all women should have the same facial expression as the women in mainstream porn when they experience orgasm. From Come Together, Mia invited some women (and people who identify themselves as women) to make their own porn with mobile phone cameras. And Dirty Diaries was born.

In Dirty Diaries there are different women who show what they get turned on by; it’s the female view behind the lens, not the male. It’s the female and the queer in the imagination that rules, no matter if there are straight or lesbian women on screen… or a man who identifies himself as a woman. In mainstream porn the producers look at what the male audience wants to see, just to make as much profit as possible. Dirty Diaries is not a commercial project; the film-makers have artistic ambitions as well.

Dirty Diaries Manifesto

1. Beautiful the way we are
To hell with the sick beauty ideals! Deep self-hatred keeps a lot of women’s energy and creativity sapped. The energy that could be focused into exploring our own sexuality and power is being drained off into diets and cosmetics. Don’t let the commercial powers control your needs and desires.

2. Fight for your right to be horny
Male sexuality is seen as a force of nature that has to be satisfied at all costs while women’s sexuality is accepted only if it adapts to men’s needs. Be horny on your own terms.

3. A good girl is a bad girl
We are fed up with the cultural cliché that sexually active and independent women are either crazy or lesbian and therefore crazy. We want to see and make movies where Betty Blue, Ophelia and Thelma & Louise don’t have to die in the end.

4. Smash capitalism and patriarchy
The porn industry is sexist because we live in a patriarchal capitalist society. It makes profit out of people’s needs for sex and erotica and women get exploited in the process. To fight sexist porn you have to smash capitalism and patriarchy.

5. As nasty as we wanna be
Enjoy, take charge or let go. Say NO when you want, to be able to say YES when YOU want.

6. Legal and free abortion is a human right!
Everyone has the right to control their own body. Millions of women suffer from unwanted pregnancies and die from illegal abortions every year. Fuck the moral right for preaching against birth control and sex information.

7. Fight the real enemy!
Censorship cannot liberate sexuality. It is impossible to change the image of women’s sexuality if sexual images in themselves are taboo. Don’t attack women for displaying sex. Attack sexism for trying to control our sexuality.

8. Stay Queer
A lot of opposition to erotica is homophobic and even more transphobic. We don’t believe in the fight between the sexes but in the fight against sexes. Identify as any gender you want and make love to whoever you want. Sexuality is diverse.

9. Use Protection
“I’m not saying go out an’ do it, but if you do, strap it up before you smack it up.” (Missy Elliot)

10. Do it yourself
Erotica is good and we need it. We truly believe that it is possible to create an alternative to the mainstream porn industry by making sexy films we like.

via

„Blasphemie ist zum Glück nicht strafbar“

Mitte November demonstrierten in Paris und anderen Städten Frankreichs Zehntausende Konservative, christliche Fundamentalisten und Rechtsextreme gegen die geplante Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe (Jungle World 47/2012). Teilnehmerinnen einer geplanten Gegenkundgebung der Gruppe Femen wurden in Paris von den Demonstranten verprügelt. Die Journalistin und Verlegerin des Magazins Pro Choix, Caroline Fourest, die das Geschehen filmte, wurde ebenfalls angegriffen und verletzt. Mit ihr sprach die Jungle World über den Vorfall und die Konsequenzen für das Gesetz zur Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Ehe, das am 13. Januar verabschiedet werden soll.


Was ist während der Aktion von Femen in Paris passiert? Die Videos zeigen vor allem Chaos.

Ich bin selbst in der Masse der Demonstranten mitgelaufen und habe mit einer kleinen Kamera gefilmt. Da mein Kamerateam den Aktivistinnen von Femen gefolgt ist, waren wir zunächst getrennt. Ich befand mich mitten unter den Demonstranten gegen die »Ehe für alle«. Um nicht erkannt zu werden, trug ich eine Mütze, einen großen Schal und eine dicke Jacke. Zunächst konnte ich meine Tarnung aufrechterhalten.

Dann kamen zunächst als Nonnen verkleidete Aktivistinnen von Femen, die sich auszogen. Auf ihren Körpern standen Slogans wie »In gay we trust«. Währenddessen beobachtete ich, wie sich innerhalb der Demonstration kleine Gruppen bildeten. Darunter waren vor allem Mitglieder von Civitas, der christlich-fundamentalistischen Organisation, die die Demonstration angemeldet hatte. Ihnen schlossen sich aber auch gewaltbereite rechtsextreme Demonstranten an. Ich bin ihnen weiter gefolgt, als sie anfingen, die Aktivistinnen von Femen brutal anzugreifen. Da ich mich, um zu filmen, in unmittelbarer Nähe der Angreifer aufhielt, wurde auch ich plötzlich auf die Straße gestoßen. Mehrere Männer traten mir gegen Bauch, Rücken und Beine, während ich am Boden lag. Ich schaffte es, mich aufzurichten. Zu dem Zeitpunkt hatte ich immer noch meine Mütze auf dem Kopf, aber jemand riss sie mir herunter und schrie: »Das ist Caroline Fourest, die dreckige Schlampe. Lauf, du dreckige Hure, wir werden dich umbringen!« Daraufhin haben mich mehrere Männer festgehalten und mich wieder getreten, auch gegen den Kopf.

Das klingt, als wären Sie nicht das erste Mal Ziel eines solchen Angriffs gewesen.

Sie können sich wohl vorstellen, dass ich nicht die Lieblingsjournalistin der extremen Rechten bin! Ich bekomme regelmäßig beleidigende Post, vor allem von religiösen Extremisten, Islamisten oder Rechtsextremen. Daher habe ich auch verdeckt gefilmt. Allerdings war ich nicht alleine unterwegs, meine Kollegen wurden auch belästigt und an­gegriffen. Die Aktivistinnen von Femen sind von wild gewordenen Männern angegriffen worden, die offensichtlich nur dort waren, um Homosexuelle zu verprügeln. Man muss sich das vorstellen, diese Leute haben sich auf halbnackte Frauen gestürzt, die friedlich demonstrierten. Dabei haben sie Dinge gerufen wie: »Dreckige Lesben, wir bringen euch um!«

Wird es strafrechtliche Konsequenzen für die Angreifer geben?

Natürlich. Es gab mehrere Anzeigen, die von der Polizei auch sehr ernst genommen werden. Die Identifizierung der Aggressoren ist im Gange.

Civitas hat angekündigt, Strafanzeige gegen Femen wegen Exhibitionismus zu erstatten.

(Lacht) Hier wird versucht, juristisch auf Anschuldigungen gegenüber der eigenen Organisation zu reagieren, die um ein Vielfaches ernster sind. Civitas droht im härtesten Fall die Auflösung. Unter anderem auch dafür, dass der von Civitas gestellte Ordnungsdienst teilweise mit dem angreifenden Mob kooperiert hat. Das betrifft nicht den Ordnungsdienst in seiner Gesamtheit, einige haben auch versucht, die Lage zu beruhigen. Andere aber haben sich an dem Angriff auf die Frauen beteiligt. Es gibt Videos und Fotos, die das belegen. Die Frauen von Femen wurden vom Ordnungsdienst zunächst zurückgedrängt, weg von den Demonstranten um Civitas. Dabei möchte ich noch einmal deutlich machen, dass die in den Videos zu sehenden Sprühflaschen der Frauen kein Tränengas enthielten. Es kam deshalb nie zu einer Anwendung von Tränengas ihrerseits. Die weiße Substanz, die zu sehen ist, war lediglich Rauch, den vor allem die Aktivistinnen selbst eingeatmet haben. Während sie von den Demonstranten getrennt wurden, haben sie sich umarmt und gerufen: »Marie. Marry me!« Ein ziemlich humorvoller Slogan, finde ich. Kurz darauf wurden sie von einer Gruppe Männer angegriffen, die ganz klar den Jungen Nationalisten zuzuordnen sind. Eine der gewalttätigsten Gruppen der Rechtsextremen. Diese Angreifer erwarten jetzt sehr ernste Strafen. Die Organisation Civitas reagiert nur darauf, indem sie den Frauen von Femen Pornographie, Exhibitionismus und eine Art »anti-christlichen Rassismus« vorwirft. Das ist nämlich der einzige juristisch handhabbare Weg in Frankreich, gegen Blasphemie vorzugehen.

Ist es denn wahrscheinlich, dass Civitas mit dieser Anzeige ernst genommen wird?

Nein. Auf der einen Seite haben wir ein humorvolles Happening, das natürlich blasphemisch ist, aber zum Glück ist Blasphemie in Frankreich ja nicht strafbar. Auf der anderen Seite geht es um extreme physische Gewalt, die gegen Femen und einige Journalisten angewandt wurde. Ich denke, es ist klar, welchem von beiden die Justiz mehr Bedeutung beimessen wird.

Kurz nach den Übergriffen hat François Hollande anerkannt, dass den Bürgermeistern, die sich weigern, die Eheschließung gleichgeschlechtlicher Partner zu vollziehen, »Gewissensfreiheit« zustehe. Ist das ein Zugeständnis gegenüber den Konservativen?

Ein bisschen komplexer ist es schon. Ich bin davon überzeugt, dass der Präsident und seine Regierung zutiefst schockiert sind von dem, was sich auf der Demonstration ereignet hat. Nun hat Hollande sich allerdings missverständlich ausgedrückt, als er sich an die Bürgermeister der Republik wandte. Mittlerweile hat er das korrigiert. Er wollte nicht sagen, dass eine Gewissensklausel in diesen Gesetzesentwurf aufgenommen wird. Vielmehr wollte er den Bürgermeistern, die mit diesem Gesetz nicht einverstanden sind, mitteilen: »Wenn ihr euch nicht in der Lage seht, eine solche Ehe zu schließen, dann habt ihr die Möglichkeit, diese Aufgabe an eure Stellvertreter zu delegieren.« Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass Hunderttausende Menschen gegen die »Ehe für alle« auf die Straße gehen. Die gleiche Situation gab es schon 1998 beim sogenannten Pax (Lebenspartnerschaft gleichgeschlechtlicher Partner in Frankreich, Anm. d. Red.). Aber trotz dieses Widerstands ist der Pax dann beschlossen worden. Die Mehrheit der Franzosen ist für die Legalisierung der »Ehe für alle«, der Gesetzesentwurf war auch Teil von Hollandes Regierungsprogramm.

Sie glauben also, dass der Gesetzesentwurf in seiner jetzigen Form im Januar vom Parlament verabschiedet wird?

Ja, aber die Debatte darüber wird noch lang und hart. Schon beim Pax ist es so gewesen. Heute haben wir fast dieselbe Ausgangslage. Erzkonservative Katholiken schaffen es, durch Demonstrationen und homophobe Kampagnen die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Ihnen schließen sich gewaltbereite Rechtsextreme an, denen es nur darum geht, Homosexuelle physisch und verbal anzugreifen. Letztlich aber wird das Parlament im Sinn der Mehrheit aller Franzosen entscheiden und das Gesetz verabschieden.

Hatten die Angriffe Auswirkungen auf die Bereitschaft der Franzosen, für die Ehe gleichgeschlechtlicher Partner zu demonstrieren?

Die stillen Unterstützer der »Ehe für alle« sind dadurch in gewissem Sinne aufgewacht. Auch wenn sie sich in der Mehrheit wissen, sind wenige bereit, auf die Straße zu gehen. Für den 16. Dezember sind erneut Demonstrationen gegen die »Ehe für alle« angekündigt, aber daran werden wohl weniger Vertreter der katholischen Familienbewegung teilnehmen. Sie demonstrieren gegen einen Gesetzesentwurf, der mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit das Parlament passieren wird. Ich denke daher, auf den kommenden Kundgebungen werden sowohl weniger Demonstranten als auch weniger Gegendemonstranten sein. Umfragen zufolge ist die Mehrheit der Franzosen nach wie vor für die Legalisierung.

BØREDØM

Børedøm is a punk band founded in the winter days of 08/09 and is based
in Graz/Gradec, Austria/Avstrija.

We saw Børedøm on friday. Not only that they used a situationist print on their t-shirts and Adorno’s „Langeweile ist objektive Verzweiflung“ on their record cover the concert was great as well and they were really nice.

Israel: court approves gay divorce in landmark ruling

The Tel Aviv Family Court made history, approving, for the first time by any Israeli court, the divorce of a homosexual couple, the courts announced on Monday.
Judge Yehezkel Eliyahu handed down the ruling on Sunday to the now divorced couple Amit Kama and Uzi Even.
The court’s ruling went against the state’s claim that jurisdiction over the issue of divorce, a personal status issues, was exclusively in the hands of the rabbinical courts.
In terms of the question of who could decide the issue, this made matters very complicated.
There is no judicial process for divorce in the regular court system, since divorce normally is handled by the rabbinical courts or other religious courts for other religions.
But the rabbinical courts do not recognize or have any proceedings regarding homosexual couples.
Judge Eliyahu found authority for his decision to approve the divorce based on the High Court of Justice Ben-Ari case.
In the Ben-Ari case, the court ordered the official population registrar to register five homosexual couples who had been married in Canada as married, instead of single.
Judge Eliyahu said that it was inconceivable that the courts would permit a homosexual couple to get married and then prevent that couple from dissolving the marriage, thus remaining trapped together.
The court stated that such a result would violate fundamental rights and liberties of the individual underlying the basic laws as well as the state’s basic values of justice and equality.
In other words, approving divorce was „just the other side of the coin“ of having permitted homosexual marriage.
Solving the specific jurisdictional issue, the court said that it could exercise its authority over matters normally given to the rabbinical courts where the rabbinical courts failed to exercise its jurisdiction.
The state had tried to argue that the rabbinical courts should be given more time and that the couple had not waited long enough for it to rule and exhausted getting rabbinical court relief.
But the court did not accept this answer, noting that the rabbinical courts do not recognize and would not be expected to handle a case involving a homosexual couple.
In fact, the court said that since it was the only venue where the couple could get relief, it was obligated to act and grant their divorce.
The couple was married in Canada, but live in Israel and as of 2009, they started to live separately.
A year and a half ago, the family court had issued an order dividing up their joint assets.
The case initially arrived at the family court after the Interior Ministry refused to strike the marriage designation from its records and the rabbinical courts declined to intervene.

By Yonah Jeremy Bob in the Jerusalem post

Amit Kama and Uzi Even fought for their divorce

Photo: David Baker/Ha’aretz