Die Hysteria ließ es sich nicht nehmen, den diesjĂ€hrigen “Burschenschaftsball” zu besichtigen. Der Verdacht, dass dort ein regelrechter Schmelztiegel von verkĂŒmmertem und gekĂŒnsteltem “burschenschaftlichen Gehabe” vorzufinden sei, wurde bei weitem ĂŒbertroffen. Allerlei Pomp sollte ĂŒber das leere GeschwĂ€tz hinwegtĂ€uschen: blutjunge MĂ€nner, aufgeputzt wie Leichtmatrosen, die sich betrunken an die HĂ€lse der nur spĂ€rlich anwesenden Frauen schmeißen, kein einziges intellektuelles Wort drang an unsere Ohren – stattdessen beherrscht obszöner Gossenjargon die peinliche Szenerie.

Derlei unglĂŒckselige Nachbildung unserer traditionsreichen Burschenschaft wird ein fĂŒr alle Mal der Vergangenheit angehören. Schockiert von derart unburschenschaftlichem Benehmen haben wir uns nach reiflicher Beratung dazu entschlossen, diesen abgespaltenen Phritten eine Lektion zu erteilen. Die starke Hand der Hysteria setzt genau dort an, wo die Erziehung versagt hat: an ihren widerspenstigen Pobacken! Jemand muss endlich fĂŒr Zucht und Ordnung in der Hofburg sorgen. Deshalb erklĂ€rt die Burschenschaft Hysteria den Akademikerball mit sofortiger Wirkung zum alljĂ€hrlichen “Hysteria Ball zur Erziehung und Schutz des Mannes” (oder “MĂ€nnerschutzball”) und setzt es sich zum Ziel, den dort anwesenden MĂ€nnern beizubringen, was es bedeutet, ein echter Burschenschafter zu sein. Denn ihnen sei gesagt: Lehrjahre sind keine Herrenjahre! Auf zum goldenen Matriarchat! Heil Hysteria!

via Burschenschaft Hysteria