Behörden verfolgen und töten Homosexuelle in Tschetschenien

Mehr als 100 Männer sollen bei Razzien im Nordkaukasus festgenommen worden sein. Drei starben, berichtet die russische „Nowaja Gaseta“. Ihr Verbrechen: Homosexualität.
Die ersten Nachrichten sollen sich unter Freunden und Aktivisten über soziale Netzwerke und Messenger-Dienste verbreitet haben. Nun bestätigt auch die russische Zeitung Nowaja Gaseta, was offenbar seit Tagen in der autonomen Republik Tschetschenien im Süden des Landes vor sich geht. Mehr als 100 Männer sollen von Polizei und Sicherheitskräften festgenommen worden sein. Mindestens drei Männer seien dabei getötet worden, vermutlich sogar mehr, heißt es in dem Bericht der regierungskritischen Zeitung. Sie beruft sich auf Aussagen und Hinweise von Aktivisten sowie auf Quellen aus Behörden, dem Geheimdienst und dem Innenministerium in der Region. Die Männer sollen wegen ihrer „nicht traditionellen sexuellen Orientierung“ oder des Verdachts darauf verfolgt worden sein.

von Sven Stockrahm via

Beißreflexe – Eine Streitschrift


Klare Leseempfehlung für den Sammelband „Beißreflexe“! In dem darin enthaltenen Artikel „Die schwule Gefahr“ kritisiert Patsy l’Amour laLove das Buch »Schwule Sichtbarkeit – schwule Identität«, in dem die Autoren Voß und Çetin für die Überwindung der Homosexualität plädieren, da diese mit Rassismus und Kolonialismus verschränkt sei. Patsy l’Amour laLove hierzu: „…die Unterdrückung geht stets nur von bestimmten gesellschaftlichen Gruppen aus, die »auf der Täterseite« stehen und deshalb ihre Privilegien reflektieren sollten. Dazu gehören besonders die weißen Schwulen. Die Autoren kritisieren zwar die Gegenüberstellung von Homosexuellen und Muslimen, treiben sie aber selbst auf die Spitze: Die Schwulen üben demnach die Herrschaft über »die Anderen« aus. Homosexuellenfeindlichkeit ist den Autoren nicht der Rede wert. Morgen referiert Voß an der Universität Regensburg. Wir wünschen ihm Gegenwind.

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