Chasing Misogyny

„A handful of women ignored Iranian orders by running Tehran marathon outdoors alongside men. That these women chose to run outdoors with men is technically against the law in Iran, which requires men and women to compete apart from each other since the country’s 1979 revolution. There are even laws that ban women from watching men’s sporting events in person and vice versa.“

via

Women protesting forced hijab days after the Iranian Revolution, 1979

Artikel mit Fotostrecke über die Proteste gegen Zwangsverschleierung im Iran, 1979:

„On 8 March 1979, more than 100,000 women gathered on the streets of the Iranian capital to protest against the new Islamic government’s compulsory hijab ruling, which meant that women would henceforth be required to wear a headscarf when away from home. The protest was held on International Women’s Day, and the images show women from all walks of life — nurses, students, mothers — marching, smiling, arms raised in protest.“

„My Stealthy Freedom“ im Europaparlament

Im Iran sind Frauen seit der iranischen Revolution 1979 per Gesetz gezwungen ihre Haare in der Öffentlichkeit zu bedecken. „My Stealthy Freedom“ ist eine Kampagne, die 2014 von der iranischen Journalistin Masih Alinejad gegründet wurde und auf deren Internetseite Frauen Fotos von sich ohne Verschleierung veröffentlichen, um ein Zeichen gegen den Kopftuchzwang und Diskriminierung zu setzen. Hier eine Rede von Masih Alinejad vor dem europäischen Parlament, in der sie europäische PolitikerInnen dazu aufruft ihren Kampf zu untersützen und sich bei Iranreisen nicht protestlos dem Kopftuchzwang zu unterwerfen. Sie betont es gehe ihr darum selbst wählen zu dürfen, ob man ein Kopftuch tragen will oder nicht.

Iran: Dress Like A Woman

Eine neue Kampagne aus dem Iran: Act Like a Man, dress Like a Woman.
Von Thomas von der Osten-Sacken

Der Hintegrund:

A man dressed in a red dress with a veil on his head was paraded by security forces through the streets of Marivan in the Kurdistan province of Iran on Monday, April 15, 2012. A local court decided this would be the punishment for three men, reportedly found guilty in domestic disputes. The exact circumstances are unclear, but the mere idea of this punishment has angered many.

Women in Marivan held a protest against the sentence on Tuesday, saying it is more humiliating to women than it is to the convicted men. According to one human rights activist, security forces physically attacked protesters [fa]. A video shows women marching through the streets.

Die Reaktion:

Online, several Iranian men have photographed themselves dressed as women as part of a Facebook campaign to say, “Being a woman is not an instrument to punish or humiliate anybody.”

Die deutsche Asylpolitik treibt Flüchtlinge in den Suizid

Zwei junge Männer im Alter von 22 und 24 Jahren in dem Flüchtlingslager in Weiden haben am Samstag Morgen versucht, sich das Leben zu nehmen. Sie wurden daraufhin in die geschlossene Abteilung des Wöllershof Bezirksklinikum eingewiesen.

Einer ihrer Freunde nutzte die vorgeschriebenen zehn Minuten Besuchszeit, um von ihnen persönlich zu erfahren, warum sie es getan haben. Sie entgegneten, dass sie erschöpft seien vom Lagerleben in Weiden und von all dem, was sie in den letzten 20 Monaten, in denen sie auf eine Antwort ihres Asylantrags warteten, erlebt haben. Sie mussten in der Unterkunft auf engstem Raum zu viert leben. Sie waren immer wieder rassistischem Verhalten nicht nur durch die Ausländerbehörde und durch die Polizei ausgesetzt, sondern auch durch die Stadtbewohner_innen. Die Flüchtlinge werden zu ausbeuterischer Arbeit wie den so genannten Ein-Euro-Jobs verdonnert, ohne die sie nicht einmal Anspruch auf ihr Taschengeld gehabt hätten. So wurde dieses Lager immer mehr zu einem Gefängnis, außerhalb dessen Mauern keinerlei Unterstützung von Behörden
oder anderen Stellen zu erwarten war. Alleingelassen in dieser verzweifelten Situation ist diesen jungen Menschen als letzter Ausweg nur die Selbsttötung in den Sinn gekommen.

Tatsächlich sind dies keine Einzelfälle, was uns zuletzt der Selbstmord von Samir Hashemi am 4. September in Kirchheim in der Nähe von Stuttgart ins Gedächtnis gerufen hat. Dass viele Asylsuchende unter Depressionen leiden und Selbstmordgedanken haben, ist vielen Behörden und Heimleitungen bekannt. Dennoch werden keine konkreten Maßnahmen ergriffen. Noch viel schlimmer: Durch den Druck, der immer weiter aufgebaut wird, werden sie oft in den Selbstmord getrieben. Diese Atmosphäre der Angst und absoluten Verzweiflung werden systematisch erzeugt und die bittere Konsequenz daraus billigend in Kauf genommen.

Nach dem Selbstmord von Mohammad Rahsepar Anfang des Jahres und den darauf folgenden monatelangen Straßenprotesten haben Flüchtlinge am 8. September den Protestmarsch nach Berlin begonnen, um eben diese menschenverachtende Behandlung durch den deutschen Staat und Degradierung zu Menschen zweiter Klasse zu bekämpfen.

Und so sprechen wir zu euch: Ihr seid nicht allein! Nehmt diese Situation nicht einfach hin! Wehrt euch, schließt euch uns an und lasst uns gemeinsam unsere Rechte als Menschen erkämpfen!

via refugeetentaction.net

Unveil women´s right to unveil!


Interessanter Beitrag von DRadio Wissen über die Facebook-Kampagne „Unveil women´s right to unveil“. Hier der Ankündigungstext:

Die Diskussion um Zwangsverschleierung im Iran nimmt größere Ausmaße an und erreicht nun die sozialen Netzwerke.

„Nein zur Zwangsverschleierung“, so heißt die jüngste iranische Facebook-Kampagne, die für Aufsehen sorgt. Sie fordert: „Unveil Women’s right to unveil“ – ein Selbstbestimmungsrecht der Frauen in puncto Verschleierung.

Kopftuchzwang

Seit der islamischen Revolution vor 33 Jahren müssen die Frauen im öffentlichen Raum Kopftuch und Mantel tragen. So fordert es das iranische Gesetz. Und jeder Verstoß gegen die islamischen Kleidervorschriften wird von der Sittenpolizei bestraft.

Viele Fans der Kampagne

Die Kampagne wird bislang von mehr als 26.000 Frauen und auch Männern unterstützt, darunter einige Aktivisten und prominente Persönlichkeiten. Die Nutzer können Fans der Seite werden und mitdiskutieren. Viele schicken eigene Bilder an die Initiatoren. Zu sehen sind Porträts, Gruppenfotos oder persönliche Urlaubsfotos, in denen sich Frauen mit oder ohne Kopftuch zeigen. Die Initiatoren versehen die Bilder mit dem Slogan und Logo der Kampagne und posten sie in die Facebook Chronik.

Beteiligung trotz Kontrolle

Rund 75 Prozent der Nutzer stammen trotz der massiven Internetzensur und -kontrolle aus dem Iran. Um das Projekt unterstützen zu können, nutzen sie diverse Verschlüsselungstechniken und Anonymisierungsdienste. Ob sich die positive Resonanz in der virtuellen Welt auch auf der Straße widerspiegelt, bleibt abzuwarten.“

WARUM STREIKEN WIR – Informationen zum Streik iranischischer Flüchtlinge in Regensburg

Der Mensch strebt stets nach Freiheit und Gleichheit. Diese Begriffe müssen zwar unter sich ändernden Bedingungen neu definiert werden, ihre Bedeutung bleibt jedoch im Kern jedem interpretatorischen Zugriff verwehrt. Dieser unantastbare Wesensgehalt als Grundlage humanen Zusammenlebens sind die gleichen und unveräußerlichen Rechte des Menschen und die Anerkennung seiner angeborenen Würde.

Es gibt heute auf der Welt Orte, in denen die Machthaber in Politik und Wirtschaft unter Missachtung der essentiellen Rechte und Bedürfnisse der Bevölkerung und zur Erreichung von wirtschaftlichen, politischen sowie militärischen Interessen Zustände geschaffen haben, die extrem ungleich, unmenschlich und ungerecht sind. Es gibt jedoch auch immer wieder Menschen, die sich der herrschenden Elite widersetzen und für eine Verbesserung der Lebenszustände eintreten. Die Machthaber in nicht demokratisch regierten Ländern wiederum bedienen sich der Religion und diversen Ideologien, um die Opposition zu unterdrücken, wie im Iran und Syrien beobachtet werden kann. Sie greifen zu den repressivsten Maßnahmen, wie Hinrichtung, Folter, Steinigung und langjährigen Haftstrafen. In solchen Regimen und bei sich verschlechternden Bedingungen für den Freiheitskampf, bleibt Oppositionellen die verfolgt werden oftmals keine andere Wahl, als ihr Land zu verlassen. Mit dem Wunsch nach einer freien Heimat im Gepäck suchen sie in anderen Teilen der Welt Zuflucht, in denen ihr Leben nicht gefährdet ist.

Nun haben sich heute Flüchtlinge aus dem Iran, die vor Monaten ihre Heimat mit dem Wunsch nach Freiheit und Gleichheit verlassen haben um in Deutschland Zuflucht zu suchen, auf den Straßen von Regensburg versammelt, um gegen die ungerechten und unmenschlichen Bedingungen und Gesetzesregelungen zu protestieren, die in den langwierigen und zum Teil langjährigen Asylverfahren vorherrschen. Die Flüchtlinge möchten damit gegenüber der deutschen Bevölkerung zum Ausdruck bringen, dass sie sich stets für Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit eingesetzt haben. Sie verstehen sich dabei als ein kleiner Teil einer sich deutschlandweit entwickelnden Kampfes, der sich für die Anerkennung der Rechte des Flüchtlinge und der Geltung der Menschenrechte für alle Bevölkerungsteile einsetzt.

Wir setzen uns insbesondere für die folgenden Gesetzesänderungen ein:

1. Abschaffung der Residenzpflicht, welche den Flüchtlingen verbietet, seinen von den Behörden ausgesuchten Aufenthaltsort zu verlassen.

2. Abschaffung der Lagerpflicht, welche dem Flüchtling verbietet, seinen Aufenthaltsort selbst auszuwählen.

3. Abschaffung des Arbeitsverbots, welche dem Flüchtling verbietet, sich eine Arbeit zu suchen und sich vom Staat finanziell unabhängig zu machen.

4. Abschaffung der Zuteilung von Essenspaketen, welche dem Flüchtling verbieten, seine Nahrung selbst auszuwählen.

5. Die Gewährung von staatlichen deutschen Sprachkursen, damit sich Flüchtlinge integrieren können.

6. Die Beschleunigung des Asylverfahrens, die heute einen langwierigen Prozess darstellen, und für den Flüchtling über Monate oder sogar Jahre hinweg ein Zustand der Unwissenheit und Unsicherheit bedeuten und ihn dadurch erheblich psychisch belasten.

Es gibt daneben auch zahlreiche weitere Regelungen, die dazu beitragen, das Leben im Asylverfahrensprozess unmenschlich und ungerecht zu gestalten.

Wir sind Menschen, und da wir unser Menschsein nich ändern können, wollen wir die unmenschlichen Zustände ändern.

MEHR INFORMATIONEN UNTER http://strikeregensburg.wordpress.com/

Speak up for imprisoned students in Iran!

Shirin Ebadi and human rights organizations are joining a call by the Iranian student association Daftar Tahkim Vahdat and alumni association Advar Tahkim Vahdat, in a new campaign to call for the release of imprisoned students in Iran.

The campaign, “Speak Up for Imprisoned Students,” is aimed at spreading the voices of imprisoned Iranian students and students banned from continuing their education throughout the world. The supporting organizations are calling for international efforts on their behalf for their release and for their academic rights.

Currently in Iran, there are at least 31 students in prison. Many other students are waiting to serve their sentences or are free on bail.

The students who are currently in prison are:

Hassan Asadi Zeidabadi, Javad Alikhani, Mohammad Ahadi, Babak Dashab, Majid Dorri, Moin Ghamin, Mahdieh Golrou, Bahareh Hedayat, Saeed Jalalifar, Ali Jamali, Milad Karimi, Mehrdad Karami, Mehdi Kodaii, Omid Kokabi, Habibollah Latifi, Shabnam Madadzadeh, Ali Malihi, Aliakbar Mohammadzadeh, Atefeh Nabavi, Zia Nabavi, Hamed Omidi, Hossein Ronaghi Malaki, Hamed Rouhi Nejad, Roozbeh Saadati, Arash Sadeghi, Afshin Shahbazi, Fereshteh Shirazi, Iqan Shahidi, Abolfazl Tabarzadi, Majid Tavakoli, and Shahin Zeinali.

 

source

more information

and the facebook-page of the campaign