Uniform Boys – Der autoritäre Kern des Hardcore

Der schon etwas ältere aber immer noch aktuelle Vortrag „Uniform Boys – Der autoritäre Kern des Hardcore“ über reaktionäre Weltanschauungen in der in großen Teilen männerdominierten und zutiefst sexisitischen Hardcoreszene:

„Die Empörung war groß, als sich vor einigen Jahren die ersten Nazis als Hardcore-Fans outeten, anfingen zu moshen und Askese predigten. (…)Statt Hardcore an seinen reaktionären Wurzeln zu packen, hüllten sich die gestählten Männerkörper lieber in textilförmige Bekenntnisse, und alle waren zufrieden. Der Vortrag will Hardcore an seinen autoritären Kern erinnern und Standards wie Askese, Crew-Denken und Ökologie, die Hardcore-Fans mit Stolz erfüllen, unter die Lupe nehmen.“

Hören

Die Hamburger Schule – Kein reines Knabengymnasium

„Lass uns von der Hamburger Schule reden – Eine Kulturgeschichte aus Sicht beteiligter Frauen“

Als zu Beginn der neunziger Jahre in Hamburg aus den Wurzeln von Punk und Neuer Deutscher Welle eine subkulturelle Szene entstand, deren Hervorbringungen unter dem Begriff „Hamburger Schule“ subsumiert wurden, da waren es nur Männer, vorn, im Rampenlicht. Bands wie Cpt. Kirk &, Kolossale Jugend, Blumfeld, Die Sterne und, etwas später, Tocotronic sowie die bereits vorher aktiven Goldenen Zitronen spielten stilistisch diverse Popmusik.

Was sie einte, war der klischeelose Umgang mit deutschen Texten und eine intellektuelle Auseinandersetzung über ästhetische Formen sowie ein selbstkritischer politischer Diskurs, der mit dem Zustand der Linken nach der Wende zu tun hatte.

Den Bremer Kulturwissenschaftler Jochen Bonz interessierten nun die „Frauen in der Hamburger Schule“. Zehn von ihnen wurden im Rahmen eines Seminars an der Universität Bremen zu ihren Erfahrungen von damals befragt. Dabei herausgekommen ist der Interviewband „Lass uns von der Hamburger Schule reden – Eine Kulturgeschichte aus Sicht beteiligter Frauen“.

den ganzen Artikel findet ihr hier
Jochen Bonz, Juliane Rytz, Johan- nes Springer (Hg.), „Lass uns von der Hamburger Schule reden – Eine Kulturgeschichte aus Sicht beteilig- ter Frauen“. Ventil Verlag, Mainz 2011, 175 Seiten, 12,90 Eur

10 Great Albums of 2011 That Happen to Have Been Made by Women

Coasting ist eine der Bands, deren Album von ms.magazine.com zu den 10 Besten des Jahres 2011 gewählt wurden. Den Rest der female artists oder all female bands hört ihr hier, es lohnt sich!

Almost anywhere you looked, 2011 seemed like a banner year for women in music. Remember how exciting it was when the immensely talented Esperanza Spalding pissed off all those Justin Bieber fans and won the Best New Artist Grammy back in February? Remember when Adele went quadruple-platinum and became a pretty badass role model for those among us who are not airbrushed-Ralph-Lauren-model skinny? What about when Nicki Minaj became the first female hip hop artist to top the 3 million mark in digital sales for her monster hit “Super Bass”?

But as this year’s Top 10 lists started to roll out, I saw the same old problems: more lists skewed heavily male than vice versa, and very few publications bold enough to put a female artist in the #1 slot. So I decided to come up with a list of my own.

GOOD BYE SLEATER-KINNEY – HELLO WILD FLAG

WILD FLAG, das sind Carrie Brownstein, Mary Timony, Rebecca Cole und Janet Weiss. Nachdem Sleater-Kinney 2006 ihre Auflösung bekannt gaben und damit eine bedeutende Riot-Grrrl-Band verloren ging, dürfen Carrie Bronstein und Janet Weiss nun bei WILD FLAG belauscht werden. Mary Timony, Ex-Gitarristin der Band Helium und Rebecca Cole, Ex-Drummerin der Band The Minders machen WILD FLAG komplett.

Wild Flag haben eine rotzlöfflige, schnoddrige, poppige, überraschende und berauschende Platte aufgenommen. Sie mischen die B52s und Patti Smith, „Pink Flag“ und Black Flag. Nicht mal der Prog-Rock ist vor ihnen sicher: in „Glass Tambourine“ und „Short Version“ wird er den alten Herren der Zunft abgenommen und auf den Kopf gestellt.

Das sagt zumindest der Rolling Stone. Überzeugen kann man sich ja hier: